Was alle Weisheit in der Welt

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1. Was alle Weisheit in der Welt / bei uns hier kaum kann lallen, / das lässt Gott aus dem Himmelszelt / in alle Welt erschallen, / dass er alleine König sei, / hoch über alle Götter, / groß, mächtig, freundlich, fromm und treu, / der Frommen Schutz und Retter: / Ein Wesen, drei Personen.

1. Was alle Weisheit in der Welt / bei uns hier kaum kann lallen, / das lässt Gott aus dem Himmelszelt / in alle Welt erschallen, / dass er alleine König sei, / hoch über alle Götter, / groß, mächtig, freundlich, fromm und treu, / der Frommen Schutz und Retter: / Ein Wesen, drei Personen.

2. Gott Vater, Sohn und Heilger Geist / heißt sein hochheilger Name: / So kennt, so nennt, so rühmt und preist / ihn der gerechte Same, / Gott Abrahams, Gott Isaaks, / Gott Jakobs, den er liebet, / Herr Zebaoth, der Tag und Nacht / uns alle Gaben gibet / und Wunder tut alleine. Gal 3,6f

3. Der Vater hat von Ewigkeit / den Sohn, sein Bild, gezeuget; / der Sohn hat in der Füll der Zeit / im Fleische sich gezeiget; / der Geist geht ohne Zeit herfür / vom Vater und vom Sohne, / mit beiden gleicher Ehr und Zier, / gleich ewig, gleicher Krone / und ungeteilter Stärke. Joh 14,16

4. Sieh hier, mein Herz, das ist dein Gut, / dein Schatz, dem keiner gleichet; / das ist dein Freund, der alles tut, / was dir zum Heil gereichet, / der dich gemacht nach seinem Bild, / für deine Schuld gebüßet, / der dich mit wahrem Glauben füllt / und all dein Kreuz versüßet / mit seinen heilgen Worten.

5. Erhebe dich und hör ihm zu / und lern ihn recht erkennen; / denn solch Erkenntnis bringt dir Ruh / und lässt die Seele brennen / in reiner Liebe, die uns nährt / zum ewgen Freudenleben, / da, was allhier kein Ohr gehört, / Gott wird zu schauen geben / den Augen seiner Kinder.

6. Weh aber dem verstockten Heer, / das sich hier selbst verblendet, / Gott von sich stößt und seine Ehr / auf Kreaturen wendet: / Dem wird gewiss des Himmels Tür / einmal verschlossen bleiben; / denn wer Gott von sich treibt allhier, / den wird er dort auch treiben / von seinem heilgen Throne.

7. Ei nun, so gib, du großer Held, / Gott Himmels und der Erden, / dass alle Menschen in der Welt / zu dir bekehret werden. / Erleuchte, was verblendet geht, / bring wieder, was verirret, / reiß aus, was uns im Wege steht / und unheilvoll verwirret / die Schwachen in dem Glauben.

8. Damit wir so auch allzugleich / zur Himmelspforte dringen / und dermaleinst in deinem Reich / ohn alles Ende singen, / dass du alleine König seist, / hoch über alle Götter, / Gott Vater, Sohn und Heilger Geist, / der Frommen Schutz und Retter: / Ein Wesen, drei Personen.