Die Zeit ist nunmehr nah

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1. Die Zeit ist nunmehr nah, / Herr Jesus, du bist da. / Die Zeichen, die den Leuten / dein Ankunft sollen deuten, / die sind, wie wir gesehen, / in großer Zahl geschehen.

1. Die Zeit ist nunmehr nah, / Herr Jesus, du bist da. / Die Zeichen, die den Leuten / dein Ankunft sollen deuten, / die sind, wie wir gesehen, / in großer Zahl geschehen. Mt 24,3f

2. Was soll ich denn nun tun? / Ich soll auf dem beruhn, / was du mir hast verheißen: / dass du mich wollest reißen / aus meines Grabes Kammer / und allem andern Jammer.

3. Ach, Jesus, wie so schön / wird mir es dann ergehn. / Du wirst mit tausend Blicken / mich durch und durch erquicken, / wenn ich von dieser Erde / zu dir getragen werde.

4. Ach, Herr, mein schönstes Gut, / wie wird sich all mein Blut / in allen Adern freuen, / sich ganz und gar erneuen, / wenn du mir wirst mit Lachen / die Himmelstür aufmachen.

5. „Komm her, komm und empfind, / o auserwähltes Kind, / komm, schmecke, was für Gaben / ich und mein Vater haben; / komm,“ wirst du sagen, „weide / dein Herz in ewger Freude.“

6. Ach, du so arme Welt, / was ist dein Gold und Geld / hier gegen diese Kronen / und mehr als goldne Thronen, / die Christus hingestellet / dem Volk, das ihm gefället. Offb 4,4

7. Hier ist die Seligkeit, / die ewge Freudenzeit; / hier hör ich nichts als Singen, / hier seh ich nichts als Springen; / hier ist kein Kreuz, kein Leiden, / kein Tod, kein bittres Scheiden. Offb 21,4

8. Ach, wie ist mir so weh, / eh ich dich aus der Höh, / Herr, sehe zu uns kommen. / Ach, dass zum Heil der Frommen / du meinen Wunsch und Willen / noch möchtest heut erfüllen.

9. Doch du weißt deine Zeit; / mir ziemt nur, stets bereit / und fertig dazustehen / und so zum Herrn zu gehen, / dass alle Stund und Tage / mein Glaub mich zu dir trage.

10. Dies gib, Herr, und verleih, / dass deine Huld und Treu / ohn Unterlass mich wecke, / dass mich dein Tag nicht schrecke, / an dem aus Angst auf Erden / soll Fried und Freude werden.