Auf, auf, ihr Reichsgenossen

1. Auf, auf, ihr Reichsgenossen, / euer König kommt heran! / Empfanget unverdrossen den großen Wundermann. / Ihr Christen, geht hervor, / lasst uns vor allen Dingen / im Hosianna singen / mit heiliger Begier. Offb 1,9; Phil 3,20

2. Auf, ihr betrübten Herzen, / der König ist gar nah; / hinweg all Angst und Schmerzen, / der Helfer ist schon da. / Seht, wie so mancher Ort / hochtröstlich ist zu nennen, / da wir ihn finden können / im Nachtmahl, Tauf und Wort.

3. Auf, auf, ihr Vielgeplagten, / der König ist nicht fern. / Seid fröhlich, ihr Verzagten, / dort kommt der Morgenstern. / Der Herr will in der Not / mit reichem Trost euch speisen, / er will euch Hilf erweisen, / ja dämpfen gar den Tod. 2. Petr 1,19

4. Und wenn gleich Krieg und Flammen / uns alles rauben hin: / Geduld! Weil ihm zusammen / gehört doch der Gewinn. / Wenn gleich ein früher Tod / uns, die uns lieb, genommen, / wohlan, so sind sie kommen / ins Leben aus der Not.

5. Frischauf in Gott, ihr Armen, / der König sorgt für euch. / Er will durch sein Erbarmen / euch machen groß und reich. / Der an das Tier gedacht, / der wird auch euch ernähren. / Was Menschen nur begehren, / das steht in seiner Macht. Mt 6,25-34

6. Frischauf, ihr Hochbetrübten, / der König kommt mit Macht. / An uns, sein‘ Herzgeliebten, / hat er schon längst gedacht. / Nun wird kein Angst noch Pein / noch Zorn hinfort uns schaden, / dieweil uns Gott aus Gnaden / lässt seine Kinder sein.

7. So lauft mit schnellen Schritten / den König zu besehn, / dieweil er kommt geritten / stark, herrlich, sanft und schön. / Nun tretet all heran, / den Heiland zu begrüßen, / der alles Kreuz versüßen / und uns erlösen kann. Mt 11,28-30

8. Der König will bedenken, / die, welch er herzlich liebt, / mit köstlichen Geschenken, / als der sich selbst uns gibt / durch seine Gnad und Wort. / Ja, König, hoch erhoben, / wir alle wollen loben / dich freudig hier und dort.

9. Nun, Herr, du gibst uns reichlich, / wirst selbst doch arm und schwach. / Du liebest unvergleichlich, / du jagst den Sündern nach. / Drum wolln wir all in ein / die Stimmen hoch erschwingen, / dir Hosianna singen / und ewig dankbar sein.