Nun freut euch, liebe Christen g'mein

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1. Nun freut euch, lieben Christen g’mein, / und lasst uns fröhlich springen, / dass wir getrost und all in ein / mit Lust und Liebe singen, / was Gott an uns gewendet hat / und seine süße Wundertat; / gar teuer hat er’s erworben.

1. Nun freut euch, lieben Christen g’mein, / und lasst uns fröhlich springen, / dass wir getrost und all in ein / mit Lust und Liebe singen, / was Gott an uns gewendet hat / und seine süße Wundertat; / gar teuer hat er’s erworben.

2. Dem Teufel ich gefangen lag, / im Tod war ich verloren, / mein Sünd mich quälte Nacht und Tag, / darin ich war geboren. / Ich fiel auch immer tiefer drein, / es war kein Guts am Leben mein, / die Sünd hatt’ mich besessen.

3. Mein gute Werk, die galten nicht, / es war mit ihn’ verdorben. / Der frei Will hasste Gotts Gericht, / er war zum Gutn erstorben. / Die Angst mich zu verzweifeln trieb, / dass nichts als Sterben für mich blieb, / zur Hölle musst ich sinken. Röm 7,19

4. Da jammert’ Gott in Ewigkeit / mein Elend übermaßen. / Er dacht an sein Barmherzigkeit, / er wollt mir helfen lassen. / Er wandt zu mir sein Vaterherz, / es war bei ihm fürwahr kein Scherz, / er ließ’s sein Bestes kosten. Eph 1,4f

5. Er sprach zu seinem lieben Sohn: / „Es ist Zeit zu erbarmen. / Fahr hin, meins Herzens werte Kron, / und sei das Heil dem Armen / und hilf ihm aus der Sünden Not. / Erwürg für ihn den bittern Tod / und lass ihn mit dir leben.“ Gal 4,4

6. Der Sohn dem Vater ghorsam ward, / er kam zu mir auf Erden / von einer Jungfrau rein und zart; / er sollt mein Bruder werden. / Gar heimlich führt er sein Gewalt, / er nahm an meine arm Gestalt, / den Teufel wollt er fangen. Phil 2,5f

7. Er sprach zu mir: „Halt dich an mich, / es soll dir jetzt gelingen. / Ich geb mich selber ganz für dich, / da will ich für dich ringen. / Denn ich bin dein und du bist mein, / und wo ich bleib, da sollst du sein, / uns soll der Feind nicht scheiden. Röm 8,35

8. Vergießen wird er mir mein Blut, / dazu mein Leben rauben. / Das leid ich alles dir zugut, / das halt mit festem Glauben. / Den Tod verschlingt das Leben mein, / mein Unschuld trägt die Sünde dein: / Da bist du selig worden.

9. Zum Himmel zu dem Vater mein / fahr ich von diesem Leben. / Da will ich sein der Meister dein, / den Geist will ich dir geben, / der dich in Trübsal trösten soll / und lehren mich erkennen wohl, / in alle Wahrheit leiten. Joh 15,26; Joh 16,13

10. Was ich getan hab und gelehrt, / das sollst du tun und lehren, / damit das Reich Gotts werd gemehrt / zu Lob und seinen Ehren; / und hüt dich vor der Menschen Satz, / davon verdirbt der edle Schatz. / Das leg ich dir ans Herze.“