Ein wahrer Glaube Gotts Zorn stillt

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1. Ein wahrer Glaube Gotts Zorn stillt, / daraus ein schönes Brünnlein quillt, / die brüderliche Lieb genannt, / an der ein Christ recht wird erkannt.

1. Ein wahrer Glaube Gotts Zorn stillt, / daraus ein schönes Brünnlein quillt, / die brüderliche Lieb genannt, / an der ein Christ recht wird erkannt.

2. Christus sie selbst das Zeichen nennt, / daran man seine Jünger kennt. / In niemands Herz man sehen kann, / an Werken wird erkannt ein Mann.

3. Die Lieb nimmt sich des Nächsten an, / sie hilft und dienet jedermann. / Gutwillig ist sie allezeit, / sie lehrt, sie straft, sie gibt und leiht.

4. Ein Christ dem Nächsten hilft aus Not, / tut dies zu Ehren seinem Gott. / Was seine rechte Hand reicht dar, / des wird die linke nicht gewahr. Mt 6,3

5. Wie Gott lässt scheinen seine Sonn, / und regnen über Bös und Fromm, / so solln wir nicht allein dem Freund / dienen, sondern auch unserm Feind. Mt 5,43f

6. Die Lieb ist freundlich, langmütig, / sie eifert nicht, noch bläht sie sich, / glaubt, hofft, erträgt alls mit Geduld, / verzeiht gutwillig alle Schuld.

7. Sie wird nicht müd, fährt immer fort, / kein saurer Blick, kein bittres Wort / gibt sie. Was man sag oder sing, / zum Besten deut’ sie alle Ding.

8. O Herr Christ, deck zu unsre Sünd / und solche Lieb in uns entzünd, / dass wir mit Lust dem Nächsten tun, / wie du uns tust, o Gottes Sohn.