„So wahr ich lebe“ spricht dein Gott

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1. „So wahr ich lebe“, spricht dein Gott, / „mir ist nicht lieb des Sünders Tod; / vielmehr ist dies mein Wunsch und Will, / dass er von Sünden halte still, / von seiner Bosheit kehre sich / und lebe mit mir ewiglich.“

1. „So wahr ich lebe“, spricht dein Gott, / „mir ist nicht lieb des Sünders Tod; / vielmehr ist dies mein Wunsch und Will, / dass er von Sünden halte still, / von seiner Bosheit kehre sich / und lebe mit mir ewiglich.“ Hes 33,11

2. Dies Wort bedenk, o Menschenkind, / verzweifle nicht in deiner Sünd. / Hier findest du Trost, Heil und Gnad, / die Gott dir zugesaget hat, / und zwar mit einem teuern Eid. / O selig, wem die Sünd ist leid!

3. Doch hüte dich vor Sicherheit, / denk nicht: „Zur Buß ist noch wohl Zeit, / ich will erst fröhlich sein auf Erd. / Wenn ich des Lebens müde werd, / alsdann will ich bekehren mich, / Gott wird wohl mein erbarmen sich.“

4. Wahr ists: Gott hält wohl stets bereit / dem Sünder sein Barmherzigkeit. / Doch wer auf Gnade sündigt hin, / fährt fort in seinem bösen Sinn / und seiner Seelen selbst nicht schont, / dem wird mit Ungnad abgelohnt.

5. Gnad hat dir zugesaget Gott / durch Jesu Christi Blut und Tod. / Zusagen hat er nicht gewollt, / ob du bis morgen leben sollst. / Dass du musst sterben, ist dir kund, / verborgen ist des Todes Stund.

6. Heut lebst du, heut bekehre dich! / Eh morgen kommt, kanns ändern sich. / Wer heut ist frisch, gesund und rot, / ist morgen krank, ja wohl gar tot. / Wenn du nun stirbest ohne Buß, / dein Seel und Leib dort brennen muss. Hebr 3,7f; Offb 20,15

7. Hilf, o Herr Jesus, hilf du mir, / dass ich noch heute komm zu dir / und Buße tu den Augenblick, / eh mich ein schneller Tod hinrück, / damit ich heut und jederzeit / zu meiner Heimfahrt sei bereit.