Treuer Wächter Israels

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1. Treuer Wächter Israels, / der erfreuet meine Seel, / der du weißt um alles Leid / deiner armen Christenheit, / o du Wächter, der du nicht / schläfst noch schlummerst, zu uns richt / dein hilfreiches Angesicht.

1. Treuer Wächter Israels, / der erfreuet meine Seel, / der du weißt um alles Leid / deiner armen Christenheit, / o du Wächter, der du nicht / schläfst noch schlummerst, zu uns richt / dein hilfreiches Angesicht. Ps 121,4

2. Schau, wie große Not und Qual / trifft dein Volk jetzt überall; / täglich wird die Trübsal mehr. / Hilf, ach, hilf, schütz deine Lehr! / Wir verderben, wir vergehn; / nichts wir sonst vor Augen sehn, / wenn du nicht uns wirst beistehn.

3. Hoherpriester Jesus Christ, / der du eingegangen bist / in den heilgen Ort zu Gott / durch dein Kreuz und bittern Tod, / uns versöhnt mit deinem Blut, / ausgelöscht die Höllenglut, / wiederbracht das höchste Gut. Hebr 9,24-26

4. Du sitzt in des Vaters Reich, / ihm an Macht und Ehren gleich, / unser einger Gnadenthron; / deines Vaters Freud und Kron, / der ihm so am Herzen liegt, / dass er wie sich selbst ihn liebt, / dem er abschlägt keine Bitt. Eph 1,20f; 1. Joh 2,1

5. Kläglich schreien wir zu dir, / klopfen an die Gnadentür, / wir, die du mit höchstem Ruhm / dir erkauft zum Eigentum. / Deines Vaters Zorn abwend, / der wie lauter Feuer brennt / und jetzt alle Welt durchrennt.

6. Zeig ihm deine Wunden rot, / red von deinem Kreuz und Tod, / und was du mehr hast getan, / zeig ihm unsertwegen an. / Sage, dass du unsre Schuld / hast bezahlet in Geduld, / uns erlanget Gnad und Huld.

7. Jesus, der du Helfer heißt, / als ein Jesus Hilfe leist! / Hilf mit deiner starken Hand, / weil kein Mensch uns helfen kann. / Eine Mauer um uns bau, / dass dem Feinde davor grau, / er mit Zittern sie anschau. Mt 1,21

8. Treuer Hort, Immanuel, / du Beschützer meiner Seel, / „Gott mit uns“ in aller Not, / neben uns und in uns Gott, / Gott für uns zu aller Zeit: / Weh dem, der uns tut ein Leid! / Gottes Straf ist ihm bereit. Jes 7,14; Röm 8,31f

9. Deines Vaters starker Arm, / komm und unser dich erbarm. / Lass jetzt sehen deine Macht, / drauf wir hoffen Tag und Nacht. / Aller Feinde Scharen trenn, / dass dich alle Welt erkenn, / aller Herren Herr dich nenn.

10. Andre traun auf ihre Kraft, / auf ihr Glück und Ritterschaft. / Deine Christen traun auf dich, / auf dich traun sie festiglich. / Lass sie werden nicht zuschand, / bleib ihr Helfer und Beistand, / sind sie dir doch all bekannt. Joh 10,27-29

11. Gürte dein Schwert an die Seit / als ein Held und für sie streit / und zerschmettre deine Feind, / so viel ihr’ auf Erden sein. / Auf den Nacken tritt du ihn’, / leg sie dir zum Schemel hin / und brich ihren stolzen Sinn. Jos 10,24f; Ps 110,1

12. Du bist ja der Held und Mann, / der den Kriegen wehren kann, / der da Spieß und Schwert zerbricht, / der die Bogen macht zunicht, / der die Wagen gar verbrennt / und der Menschen Herzen wendt, / dass der Krieg gewinnt ein End. Ps 46,10

13. Jesus, wahrer Friedensfürst, / der der Schlange hat zerknirscht / ihren Kopf durch seinen Tod, / wiederbracht den Fried bei Gott: / Gib uns Frieden gnädiglich! / So wird dein Volk freuen sich, / dafür ewig preisen dich. Jes 9,5f; 1. Mos 3,15; Röm 5,1