Warum sollt ich mich denn grämen

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1. Warum sollt ich mich denn grämen? / Hab ich doch Christus noch, / wer will mir den nehmen? / Wer will mir den Himmel rauben, / den mir schon Gottes Sohn / beigelegt im Glauben?

1. Warum sollt ich mich denn grämen? / Hab ich doch Christus noch, / wer will mir den nehmen? / Wer will mir den Himmel rauben, / den mir schon Gottes Sohn / beigelegt im Glauben?

2. Nackend lag ich auf dem Boden, / da ich kam, da ich nahm / meinen ersten Odem. / Nackend werd ich auch hinziehen, / wenn ich werd von der Erd / als ein Schatten fliehen. Hi 1,21

3. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben / ist nicht mein, Gott allein / ist es, ders gegeben. / Will ers wieder zu sich kehren, / nehm ers hin; ich will ihn / dennoch fröhlich ehren. Hi 2,10

4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, / dringt herein Angst und Pein, / sollt ich drum verzagen? / Der es schickt, der wird es wenden. / Er weiß wohl, wie er soll / all mein Unglück enden.

5. Gott hat mich bei guten Tagen / oft ergötzt. Sollt ich jetzt / nicht auch etwas tragen? / Gott ist gnädig, hält mit Maßen / sein Gericht, kann mich nicht / ganz und gar verlassen. Hi 2,10

6. Satan, Welt und ihre Rotten / können mir nichts mehr hier / tun, als meiner spotten. / Lass sie spotten, lass sie lachen! / Gott, mein Heil, wird in Eil / sie zuschanden machen.

7. Unverzagt und ohne Grauen / soll ein Christ, wo er ist, / stets sich lassen schauen. / Wollt ihn auch der Tod aufreiben, / soll der Mut dennoch gut / und beständig bleiben.

8. Kann uns doch der Tod nicht töten, / sondern reißt unsern Geist / aus viel tausend Nöten. / Schließt das Tor der bittern Leiden / und macht Bahn, da man kann / gehn zur Himmelsfreuden.

9. Allda will mit süßen Schätzen / ich mein Herz nach dem Schmerz / ewiglich ergötzen. / Hier ist kein recht Gut zu finden. / Was die Welt in sich hält, / muss im Nu verschwinden.

10. Was sind dieses Lebens Güter? / Eine Hand voller Sand, / Kummer der Gemüter. / Dort, dort sind die edlen Gaben, / da mein Hirt Christus wird / mich ohn Ende laben.

11. Herr, mein Hirt, Brunn aller Freuden, / du bist mein, ich bin dein, / niemand kann uns scheiden. / Ich bin dein, weil du dein Leben / und dein Blut mir zugut / in den Tod gegeben. Röm 8,38f

12. Du bist mein, weil ich dich fasse / und dich nicht, o mein Licht, / aus dem Herzen lasse. / Lass mich, lass mich hingelangen, / da du mich und ich dich / leiblich werd umfangen.