Du meine Seele singe

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1. Du meine Seele, singe, / wohlauf und singe schön / dem, welchem alle Dinge / zu Dienst und Willen stehn. / Ich will den Herren droben / hier preisen auf der Erd; / ich will ihn herzlich loben, / solang ich leben werd.

1. Du meine Seele, singe, / wohlauf und singe schön / dem, welchem alle Dinge / zu Dienst und Willen stehn. / Ich will den Herren droben / hier preisen auf der Erd; / ich will ihn herzlich loben, / solang ich leben werd.

2. Ihr Menschen, lasst euch lehren, / es wird euch nützlich sein: / Lasst euch doch nicht betören / die Welt mit ihrem Schein. / Verlasse sich ja keiner / auf Herrscher Macht und Gunst, / weil sie wie unser einer / nichts sind als nur ein Dunst. Ps 118,9

3. Was Mensch ist, muss erblassen / und sinken in den Tod; / er muss den Geist auslassen, / selbst werden Erd und Kot. / Allda ists dann geschehen / mit seinem klugen Rat / und es ist klar zu sehen, / wie schwach sei Menschentat.

4. Wohl dem, der einzig schauet / nach Jakobs Gott und Heil! / Wer dem sich anvertrauet, / der hat das beste Teil, / das höchste Gut erlesen, / den schönsten Schatz geliebt; / sein Herz und ganzes Wesen / bleibt ewig unbetrübt.

5. Hier sind die starken Kräfte, / die unerschöpfte Macht; / das zeigen die Geschöpfe, / die seine Hand gemacht: / der Himmel und die Erde / mit ihrem ganzen Heer, / der Fisch unzählge Schwärme / im großen, wilden Meer.

6. Hier sind die treuen Sinne, / die niemand Unrecht tun, / all denen Gutes gönnen, / die in der Treu beruhn. / Gott hält sein Wort mit Freuden, / und was er spricht, geschieht; / und wer Gewalt muss leiden, / den schützt er im Gericht. Ps 33,9

7. Er weiß viel tausend Weisen, / zu retten aus dem Tod, / ernährt und gibet Speisen / zur Zeit der Hungersnot, / macht schöne rote Wangen / oft bei geringem Mahl; / und die da sind gefangen, / die reißt er aus der Qual.

8. Er ist das Licht der Blinden, / erhellt ihr Augenlicht, / die sich in Schwachheit finden, / die stellt er aufgericht’. / Er liebet alle Frommen, / und die ihm günstig sind, / die finden, wenn sie kommen, / in ihm den besten Freund.

9. Er ist der Fremden Hütte, / die Waisen nimmt er an, / erfüllt der Witwen Bitte, / wird selbst ihr Trost und Mann. / Die aber, die ihn hassen, / bezahlet er mit Grimm, / ihr Haus, und wo sie saßen, / fällt ein, gestürzt von ihm.

10. Ach, ich bin viel zu wenig, / zu rühmen seinen Ruhm; / der Herr allein ist König, / ich eine welke Blum. / Jedoch weil ich gehöre / nach Zion in sein Zelt, / ists billig, dass ich mehre / sein Lob vor aller Welt. Jes 40,6