O dass ich tausend Zungen hätte

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1. O dass ich tausend Zungen hätte / und einen tausendfachen Mund, / so stimmt ich damit um die Wette / vom allertiefsten Herzensgrund / ein Loblied nach dem andern an / von dem, was Gott an mir getan.

1. O dass ich tausend Zungen hätte / und einen tausendfachen Mund, / so stimmt ich damit um die Wette / vom allertiefsten Herzensgrund / ein Loblied nach dem andern an / von dem, was Gott an mir getan.

2. O dass doch meine Stimme schallte / bis dahin, wo die Sonne steht. / O dass mein Blut mit Jauchzen wallte, / solang es noch im Laufe geht. / Ach, wäre jeder Puls ein Dank / und jeder Atem ein Gesang! Ps 150,6

3. Ihr grünen Blätter in den Wäldern, / bewegt und regt euch doch mit mir. / Ihr schwankend Gräslein in den Feldern, / ihr Blumen, lasst doch eure Zier / zu Gottes Ruhm erblühet sein / und stimmet lieblich mit mir ein.

4. Ach, alles, alles, was ein Leben / und einen Atem in sich hat, / soll sich mir zum Gehilfen geben, / denn mein Vermögen ist zu matt, / die großen Wunder zu erhöhn, / die überall um mich geschehn.

5. Dir sei, o allerliebster Vater, / unendlich Lob für Leib und Geist, / für alles, mildester Berater, / was deine Güte mir erweist, / was du mir in der ganzen Welt / zu meinem Nutzen hast gestellt.

6. Mein treuster Jesus, sei gepriesen, / dass dein erbarmungsvolles Herz / sich mir so hilfreich hat erwiesen / und mich durch Blut und Todesschmerz / aus Satans Macht und Grausamkeit / zu deinem Eigentum befreit.

7. Auch dir sei ewig Ruhm und Ehre, / o heilger werter Gottesgeist, / für deines Trostes süße Lehre, / die mich ein Kind des Lebens heißt. / Wo etwas Gutes kommt durch mich, / wirkt das doch nur dein göttlich Licht. Röm 8,17

8. Wer überschüttet mich mit Segen? / Bist du es nicht, o reicher Gott? / Wer schützet mich auf meinen Wegen? / Du, du, o Herr Gott Zebaoth! / Du hast mit meiner Sündenschuld / unfassbar gnädige Geduld.

9. Wie sollt ich da nicht voller Freude / in deinem steten Lobe stehn? / Wie sollt ich auch im tiefsten Leide / nicht triumphierend einhergehn? / Ja, fiele selbst der Himmel ein, / so will ich doch nicht traurig sein.

10. Ich will von deiner Güte singen, / solange sich die Zunge regt. / Ich will dir Freudenopfer bringen, / solange sich mein Herz bewegt. / Ja, wenn der Mund wird kraftlos sein, / so stimm ich doch mit Seufzen ein. Röm 8,26

11. Ach, nimm das arme Lob auf Erden, / mein Gott, in allen Gnaden hin. / Im Himmel soll es besser werden, / wenn ich bei deinen Engeln bin. / Da sing ich dir im Himmelschor / viel tausend Halleluja vor. Offb 5,9; Offb 15,3