Jesu Kreuz Leiden und Pein

© Bildrechte Concordia-Verlag Zwickau Text zeigen
1. Jesu Kreuz, Leiden und Pein, / deins Heilands und Herren, / betracht, christliche Gemein, / ihm zu Lob und Ehren. / Merk, was er gelitten hat, / bis er ist gestorben, / dich von deiner Missetat erlöst, / Gnad erworben.

1. Jesu Kreuz, Leiden und Pein, / deins Heilands und Herren, / betracht, christliche Gemein, / ihm zu Lob und Ehren. / Merk, was er gelitten hat, / bis er ist gestorben, / dich von deiner Missetat erlöst, / Gnad erworben.

2. Jesus, wahrer Gottessohn / auf Erden erschienen, / fing bald in der Jugend an, / als ein Knecht zu dienen; / äußert sein göttlich Gewalt / und verbarg ihr Wesen, / lebt in menschlicher Gestalt; / daher wir genesen. Phil 2,7

3. Jesus richtet aus sein Amt / an den Menschenkindern, / eh er ward zum Tod verdammt / für uns arme Sünder: / Lehrte er die Jünger sein, / wusch ihnen die Füße, / setzt das heilge Nachtmahl ein, / macht ihn’ das Kreuz süße.

4. Jesus ging nach Gottes Willn / in den Garten beten. / Dreimal er da niederfiel / in sein’ großen Nöten, / rief sein’ lieben Vater an / mit betrübtem Herzen, / von ihm blutiger Schweiß rann / vor Ängsten und Schmerzen.

5. Jesus da gefangen ward, / gebunden geführet / und im Rat beschuldigt hart / und zum Hohn gezieret; / verdeckt, verspott und bespeit, / jämmerlich geschlagen, / auch verdammt aus Hass und Neid / durch falsche Anklagen.

6. Jesus ward früh dargestellt / Pilatus, dem Heiden. / Obwohl der sein Unschuld meldt, / musste Christus leiden, / ward gegeißelt und verkleidt, / mit Dornen gekrönet, / in seim großen Herzeleid / ganz schmählich verhöhnet.

7. Jesus, verurteilt zum Tod, / musst sein Kreuz selbst tragen / in großer Ohnmacht und Not, / ward daran geschlagen. / Hing mehr als drei ganze Stund / in groß Pein und Schmerzen; / bittre Galle schmeckt sein Mund. / O Mensch, nimms zu Herzen!

8. Jesus rief am Kreuze laut: / „Ach, ich bin verlassen! / Hab dir doch, mein Gott, vertraut, / wollst mich nicht verstoßen. / Gnad dem, der mir Hohn beweist / jetzt in meim Elende. / Ich befehl nun meinen Geist / dir in deine Hände.“

9. Jesus wusst von keiner Schuld, / doch trug er die Strafe, / litt wie ein Lamm mit Geduld / treu für seine Schafe, / nahm sich unser gnädig an, / die Sünd zu vergeben; / als hätt er sie selbst getan, / kostets ihn sein Leben.

10. Jesus hat nun alls vollbracht / durch sein teures Opfer, / ein’ ewigen Fried gemacht, / versöhnt Gott, den Schöpfer, / hat den Schuldbrief weggetan, / unser schlecht Gewissen, / die Trennmauer abgetan, / den Vorhang zerrissen. Lk 23,45; Kol 2,14

11. Jesus ist das Weizenkorn, / das im Tod erstorben / und uns, die wir warn verlorn, / das Leben erworben. / Bringt viel Frücht zu Gottes Preis, / die wir stets genießen, / gibt sein’ Leib zu einer Speis, / sein Blut zum Trank süße. Joh 12,24

12. Jesus, weil du bist erhöht / zu ewiger Ehre: / Unsern alten Adam töt, / unsern Geist ernähre; / zieh uns allesamt zu dir, / dass empor wir schweben; / und erfreu uns für und für / mit dem neuen Leben.